VERANTWORTUNG – Was Sieger von Verlierern unterscheidet

Der Unterschied zwischen Siegern und Verlierern, also zwischen Menschen, die in Krisen neue Fähigkeiten entwickeln, und jenen, die daran zerbrechen, lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Selbstverantwortung statt Schuldzuweisung.

Resilienz bedeutet nicht nur psychische Widerstandsfähigkeit, sondern auch Anpassungsfähigkeit an veränderte Umfeldbedingungen. Wer nur wenige Verhaltensmuster kennt, greift unter Druck immer wieder zu denselben Mitteln – auch wenn sie längst nicht mehr funktionieren. In dieser Keynote geht es daher um Verantwortung unter Druck: Woran erkennt man sie – und wie wird sie erlernbar?

Verantwortung zeigt sich dort, wo es unbequem wird: wenn Leistung und Werte auseinanderlaufen. Die Keynote verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit Fragen, die Unternehmer und Führungskräfte täglich erleben: Was tun Sie mit Leistungsträgern, die hervorragende Ergebnisse liefern und gleichzeitig die Kultur zerstören? Kündigen? Behalten? Der bewusste Umgang mit derartigen Ambivalenzen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Merkmal von Reife und Leadership. Deshalb sind Werte kein „weiches Thema“, sondern ein Steuerungssystem – besonders in Zeiten, in denen KPI-Logik stärker ist als Orientierung.

Nicht die Vielzahl von Aufgaben erschöpft Menschen, sondern der Verlust von Orientierung. Drei Fragen helfen, sich wieder auszurichten:

  1. Arbeite ich aus Leidenschaft?
  2. Strebe ich Meisterschaft an oder gebe ich mich mit Mittelmäßigkeit zufrieden?
  3. Macht das, was ich tue, Sinn – für mich, für meine Organisation, für die Welt?

Ein Mythos wird entlarvt: Das vermeintliche Konfuzius-Zitat „Suche dir eine Arbeit, die dir Freude macht und du musst nie wieder arbeiten“ hat er nie gesagt. Gerade solche Scheinwahrheiten erzeugen falsche Erwartungshaltungen. Arbeit müsse immer Freude bereiten. Sie vermischen drei unterschiedliche Ebenen: Job. Karriere. Berufung.

Ein Job beantwortet die Frage: Wie sichere ich mein Leben ab?
Karriere beantwortet die Frage: Was bekomme ich dafür?
Berufung beantwortet eine andere Frage: Warum bin ich hier?

Die entscheidende Frage gerade in sehr herausfordernden Zeiten ist nicht: Macht mir meine Arbeit immer Freude? Sondern: Wofür bin ich bereit, auch schwierige Tage in Kauf zu nehmen? Welche Voraussetzungen sind dafür notwendig, damit Mitarbeiter gerne mehr tun, als sie müssen? 

Motivation hängt von der Befriedigung von drei psychologischen Grundbedürfnissen ab:

  1. empfundene Handlungskompetenz d. h. notwendige Ressourcen und Fähigkeiten
  1. Autonomie: Einfluss auf die eigene Arbeit oder völlige Fremdbestimmung
  2. soziale Eingebundenheit in das Team und die Identifikation mit dem Unternehmenszweck

„Die Key Note ‚Sieger und Verlierer‘ von Andreas Salcher ist berührend und erfrischend zugleich. Der Vortrag ist eine Quelle der Inspiration dafür, wie zahlreiche erfolgreiche Menschen ihr Leben meistern und worauf es im Leben ankommt. Ich habe diesen Vortrag genossen und einiges bereits in meinem Leben umgesetzt.“

Dr. Elham Pedram, Business Unit Director, Gilead Sciences

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